Evolutivbilder

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Erinnern Sie sich noch an das Miller Experiment?

Stanley Lloyd Miller hat 1953 mehrere Substanzen in einem Behälter elektrischen Funkenentladungen ausgesetzt. Diese Substanzen waren wahrscheinlich auch in der sogenannten Uratmosphäre unseres Planeten vorhanden.  Miller konnte danach nicht nur einfache Fettsäuren und Zucker sondern auch Aminosäuren im Behälter nachweisen. Diese Grundbausteine des Lebens könnten aber auch durch Kometen auf die Erde gelangt sein. Im Moment wird dieser These viel Interesse entgegengebracht.


Mit Zufall und Notwenigkeit haben Jacques Monod und Francois Jacob die Triebkräfte zur Entwicklung des Lebens benannt. Für ihr Jacob-Monod-Operon haben sie den Medizin-Nobelpreis erhalten. Diese Triebkräfte lassen sich aber auch auf die chemische Evolution anwenden. Auch dort entstanden und entstehen aus einfachen Strukturen komplexe Gebilde.


Dieses Experiment zeigt Folgendes: Das Zusammenspiel von Zufall und Notwendigkeit treibt nicht nur die Evolution von Organismen oder der chemischen Grundbausteine des Lebens voran. Es wirkt auch auf einen ganz fremden Bereich: Die bildende Kunst. Bernard Schultze und François Morellet reihen wir aber gerne ein.


Für das Experiment bediente ich mich den Mechanismen der chemischen Evolution. Die Mutation als einleitendem Effekt der biologischen Informationsveränderung findet nämlich keine naheliegende Entsprechung in der Malerei.


Das erste Evolutivbild entstand Ende 2014 nach 17 jähriger Malpause und die 17 folgenden Bilder in wöchentlichem Abstand dazu.

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