Titel8

Als Walter Semmler während seiner Mittagspause zur Bibliothek lief, die Sonne tauchte alles in ein gelbes Licht, zwitscherten die Vögel. Semmler blieb stehen und lauschte.
Eigentlich wunderhübsch, dachte er und versuchte mit schief gehaltenem Kopf die Quelle der Geräusche auszuloten. Da! Da saß einer in den Büschen und sang aus Leibeskräften.
Semmler vermutete, dass das ein Balz- oder Reviergesang war. Er hatte das einmal in einer Naturdokumentation gesehen. Früher hatte er geglaubt, dass die Büsche diese Geräusche machten, aber da war er noch sehr klein gewesen. Erst später, nachdem er seine erste Brille bekommen hatte, hatte er die kleinen Tiere in den Zweigen entdeckt.

Und heute: Wenn er einen angemessenen Abstand zu den Büschen einhielt, konnte er nicht unterscheiden, ob es die Vögel oder die Büsche waren, die da sangen.

Walter Semmler ist über 40, extrem kurzsichtig, Bankangestellter und Jungfrau.
Die geheimnisvoll attraktive und junge Tante Goutiette bedroht plötzlich das streng geordnete Leben des Muttersöhnchens. Semmler muss sie loswerden!
Dafür gewinnt er eine Frau zur Hilfe. Das gefällt sowohl seiner Nachbarin als auch seiner Mutter gar nicht. Anderen aber schon.
Wird der Eigenbrötler einem perfiden und absurden Spiel aus Liebe, Eifersucht und Macht gewachsen sein?

Roman, 164 Seiten, Paperback

Erhältlich vorerst nur noch beim Verlag